20. April 2020

Maßnahmen für das Handwerk der Bau- und Ausbaugewerke

Baumaßnahmen | Pixabay
Baumaßnahmen | Pixabay

Sehr geehrte Damen und Herren Minister,
sehr geehrte politische Vertreter,

nach einer leichten Senkung der Aufträge zu 2018 war das Jahr 2019 für die Baugewerke des Handwerks durchaus als überdurchschnittlich und zufriedenstellend anzusehen. Das Jahr 2020 startete vielversprechend. Auch wenn einzelne Märkte stark schwanken und teilweise politischen Einflüssen unterliegen, haben wir uns dieser Herausforderung zuversichtlich gestellt. Damit hören wir auch jetzt nicht auf! Die aktuelle Situation stellt uns alle vor Herausforderungen, die wir zu Jahresanfang noch nicht erahnen konnten. Es ist jetzt wichtig, dass wir einerseits besonnen und rücksichtsvoll agieren, aber auch, dass wir die Fortführung der Baubetriebe in der Zeit nach der Pandemie nicht aus den Augen verlieren.

Für das Maßnahmenpaket von Bund, Ländern und Kommunen in der Corona Krise sind wir dankbar. Kredite, Stundungen und Zuschüsse können bei kurzfristigen Liquiditätsproblemen und vorübergehendem Umsatzausfall den Betrieben helfen. Die Arbeit von Politikern und Verwaltungsmitarbeitern verdient Dank, den wir gern aussprechen.

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die Auslastung der Bau- und Ausbau-Gewerke sehr gut. Aktuell rechnen aber zahlreiche Handwerksunternehmen schon kurzfristig mit Umsatzausfällen in erheblichem Ausmaß. Die Investitionsbereitschaft in Industrie, Handel, Gastronomie und Privatwirtschaft sinkt und wird durch die Krise auf längere Zeit sinken. Die Rezession wird sich nachhaltig auswirken und die Existenz der Betriebe stärker bedrohen als die aktuellen Einschränkungen der Verfügungen. Jetzt sind die öffentlichen Einrichtungen gefordert, das regionale Handwerk zu unterstützen und den erheblichen Investitionsstau abzubauen. Wenn wir gemeinsam diesen Investitionsstau beherzt auflösen, schaffen wir eine Win-Win-Situation für das Handwerk und die gesamte Bevölkerung. Unsere Unternehmen benötigen nicht nur Kredite und Kurzarbeitergeld. Wir benötigen Aufträge!

Und wir alle würden als Gegenleistung gut ausgebaute Verkehrswege und Brücken, sanierte öffentliche Einrichtungen und Schulen – sprich eine Verbesserung der Infrastruktur unseres Landes bekommen. Kritische Infrastrukturen, auch die Krankenhäuser würden langfristig ertüchtigt. Wir würden als Gesellschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Daher unser Appell an Sie: Sorgen Sie jetzt schnell für erleichterte Bestimmungen und Arbeit!

  • Machen Sie mit uns bei allen verantwortlichen Stellen Druck auf die sofortige Ausweitung der öffentlichen Investitionen.
  • Beschleunigen Sie anstehende Baumaßnahmen und beauftragen Sie diese jetzt. Nutzen Sie die neuen, vorübergehend vereinfachten Möglichkeiten des Vergaberechts, um insbesondere lokale Unternehmen zu stärken.
  • Reduzieren Sie Genehmigungsverfahren wie z. B. die Sondernutzungserlaubnis für Gerüstbau. Reduzieren Sie Bürokratie, die Arbeit erheblich erschwert.
  • Setzen Sie sich für die vorübergehende Aussetzung der Solidaritätsbeiträge ein.
  • Engagieren Sie sich für die Abschaffung der Vorauszahlung der Sozialbeiträge für Unternehmen.
  • Investieren Sie neben Kurzarbeiter und Soforthilfen auch in nachhaltige Leistung und beauftragen Sie jetzt Handwerksleistungen.

Das investierte Geld ist nicht verloren, sondern fließt zweifach zurück: In Form von Steuern und in Form einer modernisierten Infrastruktur.

In diesem Sinne bitten wir Sie um Ihre Unterstützung!

 

Update 14.05.2020: Nach einer Online-Konferenz mit dem Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich sowie Gesprächen mit Vertretern des Stadtrats Chemnitz konnten ersten Impulse erreicht werden.

Ansprechpartner/in

Susanne Schneider
Kreishandwerkerschaft Chemnitz
Susanne Schneider
Geschäftsführerin
Telefon: +49 371 334099-79
Telefax: +49 371 334099-82
E-Mail schreiben
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