12. Dezember 2020

Informationen zum Lock-Down ab 14.12.2020

Corona-Virus | Pixabay
Corona-Virus | Pixabay
Ab dem 14.12.2020 gilt in ganz Sachsen die neue Corona-Schutz-Verordnung, die mit einem harten Lockdown einhergeht.

Bis zum 10.01.2021 sollen die weitgreifenden Einschränkungen dazu führen, dass sich das Infektionsgeschehen so weit wie möglich reduziert. Demnach sollten Sie folgende Punkte im Blick behalten: 

  • Tragen Sie bei Verlassen Ihrer Wohnung eine Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Verlassen Sie Ihre Wohnung nur aus triftigem Grund.

Zu den triftigen Gründen gehören:

  • Weg zur Schule, Arbeit, Kita, Arzt
  • Einkaufen (innerhalb des eigenen Landkreises bzw. Kreisfreien Stadt sowie des Nachbarlandkreises bzw. benachbarten Kreisfreien Stadt), Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen
  • Besuche, soweit durch Kontaktbeschränkungen erlaubt
  • Unterstützung Hilfsbedürftiger
  • Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis
  • Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs

Nach § 4 der neuen Verordnung dürfen lediglich Unternehmen öffnen, die der Grundversorgung dienen. Dazu gehört fast immer auch das Handwerk. Leider sind auch diesmal einige Gewerke betroffen, die nicht öffnen dürfen:

  • Kosmetik- und Pflegebereich
  • Ladengeschäfte, außer im Gesundheitsbereich (also Optiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädieschuhtechnik,..)

Die Option eines Telefon- und Onlineservices bleibt offen sowie die Möglichkeit, dass Unternehmen Produkte an ihre Kunden liefern. Eine Abholung durch den Kunden oder ein Bringen in den Laden soll unterlassen bleiben.

Eine Ausnahme bildet die Formulierung "einschlägige Ersatzteilverkaufsstellen". Soweit der Handwerksbetrieb davon betroffen ist, kann er öffnen.

Die vollständige Verordnung lesen Sie hier

 

Betreuung von Kindern durch Wegfall der Schulen und Kitas

Unter die Notbetreuung fallen im Handwerk alle Berufe, die der

  • Wirtschafts-, Versorgungs- und Reinigungspersonal in Krankenhäusern und medizinischen Fakultäten sowie stationären Einrichtungen für Pflege, medizinische Rehabilitation, Eingliederungshilfe
  • Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft
  • Lebensmittelhandel und -großhandel

dienen. Darunter fallen auch Bereitschafts- und Havariedienstleistungen für öffentliche Einrichtungen und Krankenhäuser. Private Dienstleistungen sollen unterbleiben.

Berufsgruppen der Notbetreuung 

Formblatt zur Anmeldung der Notbetreuung

Hinterfragen Sie die Kundenaufträge bitte immer nach der Prämisse "kann es unterbleiben, um das Infektionsgeschehen einzudämmen" bzw. "kann man den Auftrag in die Zeit nach dem 10.01.2021 verschieben".

Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist möglich, wenn die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann der Fall sein, wenn aufgrund des Corona - Virus zum Beispiel Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird. Die Leistung muss wie sonst bei Kurzarbeitergeld vom Arbeitgeber beantragt werden. Eine Beantragung ist auch online möglich. Informationen rund um das Thema Corona - Virus bietet zudem eine von der Bundesagentur für Arbeit eingerichtete Hotline (0800 45555 20).

Hinweis: Bis 31.12.2020 können Sie statt des Antrages auch den Kurz-Antrag verwenden.

 

Informationen zum Saisonkurzarbeitergeld

 

Eine Aufzeichnung des Webinars zum Erweiterten Kurzarbeitergeld finden Sie hier. 

Betriebe sind dazu verpflichtet, Auszubildenden auch während bei Kurzarbeit zunächst für sechs Wochen vollen Lohn zu zahlen. Erst ab der siebenten Woche greift dann das Kurzarbeitergeld.

Damit Unternehmen während der aktuellen Pandemie damit nicht überlastet sind und Ausbildungsverträge gekündigt werden, hat das Land Sachsen nun eine Sonderregelung beschlossen:

Unterstützung erhalten:

  • Ausbildungsbetriebe, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen
  • Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO), für die Kurzarbeit bewilligt worden ist.

Was wird gefördert:

  • einmaliger Zuschuss in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld


Die Förderanträge werden bis 30.06.2020 per E-Mail an ausbildungszuschuss@lds.sachsen.de gesandt oder per Post an:

Landesdirektion Sachsen
Referat 28
Altchemnitzer Str. 41
09120 Chemnitz

Die sogenannten "November-Hilfen", also Überbrückungshilfen können ab sofort beantragt werden.

  • Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen.
  • Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.

 

Alle Informationen zur Antragsberechtigung, Antragsverfahren oder Höhe der Hilfen finden Sie hier.

Für Dezember sind weitere Unterstützungsleistungen in Arbeit.

Wer während der Pandemie seine Kinder betreuen muss, weil sich diese in Quarantäne befinden oder die Einrichtung geschlossen wurde, hat unter bestimmten Voraussetzungen einen Entschädigungsanspruch. Im Infektionsschutzgesetz ist geregelt, dass Betroffene teilweisen Ersatz für ihren Verdienstausfall erhalten. Zuständig ist die Landesdirektion Sachsen.

Wer ist anspruchsberechtigt?
Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr
Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderungen, die auf Hilfe angewiesen sind und für die ebenfalls die Betreuung tagsüber nicht mehr gewährleistet ist.
 
Voraussetzungen:
Voraussetzung ist, dass die Betroffenen keine anderweitige zumutbare Betreuung (z. B. durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen) verwirklichen können. Risikopersonen müssen die Betreuung des Kindes oder der Kinder jedoch nicht leisten. Das gilt z. B. für ältere Menschen, etwa die Großeltern, und für Menschen, die gesundheitlich vorbelastet sind.
Eine weitere Voraussetzung für die Entschädigung ist, dass alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, der Tätigkeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben. Dazu zählt der Abbau von Zeitguthaben und Urlaubsansprüchen. Auch gehen Ansprüche auf Kurzarbeitergeld dem Entschädigungsanspruch grundsätzlich vor.
 
Höhe der Entschädigung:
Die Entschädigung in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt.

Antragsformulare:

Antragsformular für selbständig tätige Sorgeberechtigte
Antragsformular für Arbeitgeber von sorgeberechtigten Arbeitnehmern

Weitere Infos und Fragen:

Tel.: 0371 532-1223
E-Mail: entschaedigungcorona@lds.sachsen.de

Unterliegt ein Mitarbeiter oder der Unternehmer selbst einem Tätigkeitsverbot/ einer Quarantäne, können Entschädigungszahlungen bei der Landesdirektion Sachsen beantragt werden.

Der Arbeitgeber zahlt demnach bei Angestellten den Lohn weiter und erhält im Nachgang eine Erstattung vom Amt. Die Entschädigung für die ersten sechs Wochen einer Quarantäne bemessen sich nach dem Netto-Arbeitsentgelt, danach am Krankengeld.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Ansprechpartner/in

Susanne Schneider
Kreishandwerkerschaft Chemnitz
Susanne Schneider
Geschäftsführerin
Telefon: +49 371 334099-79
Telefax: +49 371 334099-82
E-Mail schreiben
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