14. August 2020

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern"

Infos zum Umgang mit der Pandemie Corona
Infos zum Umgang mit der Pandemie Corona
Die Ausbildung ist zum 01.08.2020 wieder in ein neues Jahr gestartet und auch unter Corona sollten Unternehmen ihren Fachkräftenachwuchs ausbilden. Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen finanziell bei der Ausbildung.

Im Bundesprogramm können Fördermittel aus einem von vier verschiedenen Optionen beantragt werden. Wichtig ist, dass man jeweils nur eine Förderung pro Ausbildungsvertrag beantragen kann. Man kann auch verschiedene Förderungen für ein Unternehmen, aber unterschiedliche Verträge beantragen:

  • Ausbildungsprämie - Ausbildungsplätze erhalten
  • Ausbildungsprämie plus - zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung - Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden
  • Übernahmeprämie - Übernahme bei Insolvenzen fördern

Wichtig: Sie müssen die Antragsformulare sowie die dazugehörigen Anlagen der Bundesagentur für Arbeit verwenden.

 

Förderung erhalten kleine und mittelständische Unternehmen, die ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Hinweis: Als klein und mittelständisch gelten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Es gilt die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 29. Februar 2020.

Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten. Sie können die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern" nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder kombinieren, die die gleiche Zielrichtung oder den gleichen Inhalt haben.

 

Sie beantragen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit. Dazu benötigen Sie

  • Antrag
  • Bescheinigung der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf (Handwerkskammer)
  • De-minimis-Erklärung
  • ggf. weiter Unterlagen

Die Ausbildungsprämie fördert Unternehmen, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2020 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag.

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag.

Hinweis:

Beide Zuschüsse werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt. Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 01.08.2020 bis 15.02.2021 beginnen.

"Erheblich von der Krise" betroffen ist, wer:

Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im April und Mai 2020 im Vergleich zu April und Mai 2019 durchschnittlich um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Die Unterlagen reichen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit ein. Kontaktieren Sie dazu am Besten Ihren Arbeitgeberservice. Aktuelle Informationen und FAQ finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit!

Sie haben für Ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt, aber vermeiden den Arbeitsausfall bei den Auszubildenden? Dann können Sie einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen.

"Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär fortsetzen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat." (Agentur für Arbeit)

Wichtig: Sie müssen der Agentur anzeigen, dass die Ausbildung fortgesetzt wird, bevor Sie den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Die Förderung erhalten Sie rückwirkend. Sie können sie erstmals im September 2020 für August 2020 beantragen und letztmals für Dezember 2020.

Die Unterlagen reichen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit ein. Kontaktieren Sie dazu am Besten Ihren Arbeitgeberservice. Aktuelle Informationen und FAQ finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit!

Sie bilden einen Azubi weiter aus, dessen bisheriger Betrieb durch Corona insolvent ist? Dann können Sie die Übernahmeprämie beantragen. Dieser besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro. Die Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Hinweis:

Beide Unternehmen, der insolvente UND der Übernahme-Betrieb müssen kleine oder mittelständische Unternehmen sein.

Insolventer Betrieb: Eine pandemiebedingte Insolvenz, das heißt, das Insolvenzverfahren wurde bis zum 31. Dezember 2020 eröffnet und das KMU war vor dem 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Übernahmebetrieb: Antragsberechtigt sind KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

Als übernehmender Betrieb benötigen Sie für den Antrag eine Bescheinigung vom Insolvenzverwalter des insolventen Unternehmens.

Die Unterlagen reichen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit ein. Kontaktieren Sie dazu am Besten Ihren Arbeitgeberservice. Aktuelle Informationen und FAQ finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit!
Lernen Sie das Werbemittelportal des Handwerks kennen und individualisieren Kampagnenmaterialien mit Ihrem eigenem Firmennamen und -logo

Lernen Sie das Werbemittelportal des Handwerks kennen und individualisieren Kampagnenmaterialien mit Ihrem eigenem Firmennamen und -logo